PM - Die Landjugend zu Gast im Landtag NRW: Sehen, Hören und Sprechen!

18.03.2010

Mitglieder der Westfälisch-Lippischen Landjugend e.V. (WLL) nutzten ein Gespräch mit CDU-Abgeordneten am 10. März, um ihre schulpolitischen Forderungen zu stellen.

Michael Schwab, Vorsitzender der WLL, und seine Kollegen aus dem WLL-Vorstand Andreas Maaß und Jan-Hendrik Pelzer sowie Jelena Bukulin (Bundesjugendreferentin bei der WLL) informierten sich bei den CDU-Landtagsabgeordneten Thorsten Schick, Klaus Kaiser und Hubert Kleff über die Leitlinien zur Schulpolitik der Fraktion und fragten nach Perspektiven für Schulen und Lehrerinnen und Lehrer in den ländlichen Gebieten. Gerade im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel ist es den WLL-Vertretern wichtig, dass weiterhin investiert wird. „Wir brauchen auch in Zukunft wohnortnahe Schulen, besonders für die Jüngsten“, fordert Schwab. Die WLL setze sich deshalb für eine flächendeckende Grundschulversorgung ein und halte Schulverbünde für eine gute Möglichkeit, möglichst viele Bildungsstätten im ländlichen Raum zu erhalten.

Der Jugendverband ruft aber auch zum Erhalt von weiterführenden Schulen vor Ort auf. „Lange Busfahrten sind vor allem bei Ganztagsunterricht eine Benachteiligung für Schulkinder aus den Dörfern, wenn dort Schulen geschlossen werden“, so der Vorsitzende.

Die CDU-Politiker, die sich der Diskussion mit den Landjugendlichen stellten, stimmten mit ihnen überein, dass sich die Situation in den Städten offensichtlich von der im ländlichen Raum unterscheidet, es aber an fundierten Daten dazu fehle.

„Es ist an der Zeit, die Vorteile der Schulen im ländlichen Raum zu erforschen“, stellt Schwab eine der zentralen Ansprüche der Landjugend an die Politik heraus. „Es muss systematisch untersucht werden, inwieweit ländliche Regionen in NRW andere schulpolitische Voraussetzungen erfüllen als städtische Regionen. Von Interesse ist zum Beispiel eine Untersuchung darüber, ob unsere Vermutung zutrifft, dass gerade Hauptschulen in vielen Dörfern im Vergleich einen guten Ruf, eine hohe Qualität und starke Vermittlungszahlen für Abgänger aufweisen. Wir freuen uns, dass wir auch die Abgeordneten davon überzeugen könnten. Wir haben sogar konkret vereinbart, weiter im Gespräch über das Thema zu bleiben“, freut sich der Landjugend-Vorsitzende.

Zuvor hatten die Jugendlichen die Plenardebatte der umweltpolitischen Sprecher der NRW-Landtag-Fraktionen live verfolgt. Sie erlebten das Politikgeschäft hautnah und bekamen sogar die Gelegenheit, den Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers zu treffen.

Die Westfälisch–Lippische Landjugend e.V. (WLL) ist der größte nichtkonfessionelle Jugendverband im ländlichen Raum in Westfalen–Lippe. Der Verband gestaltet seine Arbeit auf demokratischer Grundlage, überparteilich und konfessionell ungebunden.

Die WLL tritt für den Erhalt und die Verbesserung eines lebenswerten ländlichen Raumes ein, der insbesondere jungen Menschen Perspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten bieten soll.