PM - Landjugend diskutiert den rot-grünen Koalitionsvertrag

Landjugend diskutiert den rot-grünen Koalitionsvertrag

Münster, 22.07.2010

Der Landesvorstand der Westfälisch-Lippischen Landjugend e.V. (WLL) hat bei seiner Sitzung am 21.07.2010 auf Hof Henter in Bergkamen die landwirtschaftlichen Aspekte des rot-grünen Koalitionsvertrags diskutiert.

„Wir sind sehr gespannt, wie die Umsetzung der zahlreichen Vorhaben gestaltet wird“, erklärt Sven Rafflenbeul, stellvertretender WLL-Vorsitzende und Landwirt aus Hagen. “Die Landjugend wird die Entwicklungen auf jeden Fall interessiert verfolgen.“

Der WLL-Vorstand begrüßt die Versprechen im Rahmen des Freiwilligen Ökologischen Jahres: „Es freut uns, dass die Bedingungen für Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahres verbessert und die Zahl der Plätze verdoppelt werden sollen,“ berichtet der Landjugend-Vertreter von der Sitzung.

Die Landesvorstand hat außerdem die Planungen zur Wasserrahmenrichtlinie erörtert. „Der Koalitionsvertrag verspricht Konsequenz in der Umsetzung der EU-Vorgaben ‚in Kooperation mit allen Akteuren’. Wir fordern hier eine besonders enge Zusammenarbeit mit den Landwirten und agrarnahe Regelungen.“

Kritisch verfolgt die Landjugend die Ankündigungen der neuen Regierungskoalition im Rahmen der Umweltverwaltung. „Die Landwirtschaftskammer als Mittel der demokratischen Mitbestimmung der Landwirte soll bestehen bleiben“, fordert der stellvertretende Vorsitzende. „Der neuen Regierung sollte einleuchten, dass ein Willensbildungsprozess im Dialog von Entscheidungsträgern und Betroffenen für alle Beteiligten gewinnbringend ist. Das steht für Basisdemokratie im Agrarbereich.“

 

Die Westfälisch–Lippische Landjugend e.V. (WLL) ist der größte nichtkonfessionelle Jugendverband im ländlichen Raum in Westfalen–Lippe. Der Verband gestaltet seine Arbeit auf demokratischer Grundlage, überparteilich und konfessionell ungebunden.