Konzept

Konzept zur Vermittlung von Medienkompetenz

Gliederung
Zielgruppen
Ziele
Vermittlung
Vernetzung und Austausch
Beratung und Begleitung
Evaluation

Zielgruppen 
Die Zielgruppen, die mit diesem Konzept erreicht werden sollen, lassen sich in vier Untergruppen teilen. Mädchen und junge Frauen, sowie Jungen und junge Männer bilden hier keine eigenen Zielgruppen, sondern sind für den Bund der Deutschen Landjugend selbstverständlich in der nachfolgenden Gliederung eingebunden. Obwohl das Konzept von einer koedukative Arbeit ausgeht, soll an dieser Stelle erwähnt sein, dass spezielle Angebote für Mädchen und junge Frauen, als auch für Jungen und junge Männer bedarfsorientiert und entsprechend dem vorliegenden Konzept durchgeführt werden können.
1) Jugendliche im ländlichem Raum
2) Teamer/innen
3) Ehrenamtliche in Vorstandspositionen
4) Landesvorstände

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Ziele 
a) Die TeilnehmerInnen sollen die zu bearbeitenden Medien in ihrer Funktionalität und Einsetzbarkeit verstehen können.
b) Die TeilnehmerInnen sollen kritisch mit den Medien und deren Einsatz umgehen können.
c) Die TeilnehmerInnen sollen zu einem distanzierten, kritischen und kenntnisreichem Umgang mit dem "Rohstoff" Information befähigt werden.
d) Die TeilnehmerInnen sollen mit den eingesetzten Medien Arbeitsinhalte umsetzen können.
e) Den TeilnehmerInnen soll ein sozialer, verantwortlicher und kreativer Umgang mit herkömmlichen und den sogenannten Neuen Medien4 vermittelt werden.
f) Die TeilnehmerInnen sollen selbstbewusst mit den behandelten Medien umgehen können.
g) Die TeilnehmerInnen sollen in der Lage sein, gelernte Inhalte und Erfahrungen an Dritte weiterzugeben.
h) Vorhandene Kompetenzen von TeilnehmerInnen sollen berücksichtigt werden. i) Bundeszentrale Aspekte sollen bei der Durchführung von Maßnahmen berücksichtigt werden.
j) Vernetzung der handelnden Organisationen, Strukturen und Personen innerhalb des Bund der Deutschen Landjugend (BDL), als auch zwischen dem BDL und anderen Einrichtungen und Verbänden, die sich mit der Förderung und Medienkompetenz von Kinder und Jugendlichen auseinandersetzen.

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Vermittlung 
Die Vermittlung medienbezogener Lerninhalte kann in Seminaren, Workshops und Projekten stattfinden. Da sich der Bereich der Medienarbeit und dessen was Medienkompetenz alles beinhaltet, als sehr groß und umfangreich darstellt, soll zunächst eine Unterscheidung bezüglich der inhaltlichen Schwerpunkte getroffen werden:

a) Audio & Kommunikation (Radio, Hörspiele,Sprache, Rhetorik, Musik)
b) Visuell (TV, Video, Film, Photo)
c) Digital (PC, Film, Photo, Internet)
d) Printmedien (Zeitungen, Bücher, Zeitschriften, Flyer)

Die Veranstaltungen und Maßnahmen in den vier aufgeführten Bereichen sollen sich des weitern an der / den jeweiligen Zielgruppe(n) orientieren.
Das heißt, die jeweilige Durchführung sollte in ihrer Feinzielsetzung, in ihrer Auswahl des zu bearbeitenden Inhaltes auf die konkrete Zielgruppe ausgerichtet sein. Darüber hinaus können, entsprechend der aktuellen Bedürfnissituation im Bund der deutschen Landjugend geschlechtsspezifische Angebote für Mädchen und junge Frauen, als auch für Jungen und junge Männer geplant und durchgeführt werden.
Die einzelnen Seminare, Workshops und Projekte können aufeinander aufbauen. Es bestünde die Möglichkeit, gelernte Inhalte weiter zu vertiefen und durch neue Qualifikationen die eigene Position im Bundesverband der Landjugend neu zu gestalten.
Gleichwohl eignet sich das vorliegende Konzept in seiner Zielsetzung, Zielgruppenorientierung und seinen Inhalten als Basis für die Entwicklung von Modellprojekten zur Vermittlung von Medienkompetenz. So können z.B. einzelne Schwerpunkte s.o. als Modelprojekte abgehandelt werden, um eine besonders intensive Arbeit mit dem entsprechenden Medium, sowie seinem ganzen Umfang zu erreichen.
Durch die Berücksichtigung bundeszentraler Arbeitsaspekte, die z.B. durch die bundesweite Ausschreibung von Maßnahmen, die bundeszentrale Beteiligung von KollegInnen und / oder ehrenamtlich Tätiger an Maßnahmen oder die bundeszentrale Veröffentlichung von Projekt- und Erfahrungsmaterial, u.ä. erreicht werden können, findet das Konzept seine Geltung als Medienkonzept des Bund der Deutschen Landjugend.

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Vernetzung/Austausch 
Die Medienkompetenz wird als Teil der Kommunikativen Kompetenz gesehen, die jeder Mensch seit seiner Geburt besitzt und die lebenslang gelernt und weiterentwickelt werden muss.
Grundlegende Aspekte des Konzeptes bilden deshalb die Vernetzung und der Austausch, mit und über das Medium; "Wissen und Erfahrung mit anderen teilen" lässt sich hier als durchaus passendes Motto anführen.
Die Umsetzung des Vernetzungsgedankens kann in unterschiedlicher Form und auf und mit verschiedenen Ebenen gestaltet werden.
Seminar-, Workshops- und / oder Projektinhalte, Erfahrungsberichte, Auswertungen, etc. könnten so innerhalb der Ebenen im Bund der Deutschen Landjugend ausgetauscht und weitergegeben, als auch eine Vernetzung dieser Ebenen angestrebt werden.
Dabei können die Vernetzungs- und Austauschgedanken sowohl bei Maßnahmen eine Umsetzung finden, bei denen die Ebenen im Bund der Deutschen Landjugend horizontal interagieren, als auch in bspw. vertikal vernetzten und veranstalteten Me-dienworkshops, in bundesweit ausgeschriebenen und veranstalteten Fachtagungen für ehrenamtlich Tätige und / oder hauptamtlich Beschäftigte oder in Kooperations-maßnahmen mit anderen Jugendorganisationen, - Einrichtungen und / oder sonstigen Kooperationspartnern.
Doch nicht nur auf den verschiedenen Gliederungsebenen der Landjugendorganisation kann die Vernetzung und der Austausch eine Realisierung erfahren, auch die "Aktiven" der Landjugend, die ehrenamtlichen Tätigen, sowie die hauptamtlichen MitarbeiterInnen können Wissen und Erfahrungen mit und über das Medium teilen und weitergeben.
Dies kann sicherlich sowohl durch gemeinsam und / oder für die jeweilige Personengruppe zugeschnittenen Angebote passieren, als auch durch das Bereitstellen von Arbeits-, Erfahrungs- und Auswertungsmaterial.

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Beratung und Begleitung 
Zur umfassenden Qualifizierung der unter Punkt 1 genannten Zielgruppen nimmt, neben dem Vernetzungsgedanken, die Beratung und Begleitung einen wichtigen Teil innerhalb des Konzeptes zur Vermittlung von Medienkompetenz ein.
Für den Bund der Deutschen Landjugend ist es wichtig, gelernte Fähigkeiten und neue Erfahrungen der teilnehmenden ehrenamtlich Tätigen weiter zu begleiten, um den stetigen Lernprozess unterstützen zu können.
Als stetige Aufgabe sollte das Beratungsangebot auch über den Zeitraum der jeweiligen Maßnahme hinaus angesehen und ausgeübt werden. Dem Einzugsgebiet des Bund der Deutschen Landjugend entsprechend, bietet sich die telefonische Beratung der ratsuchenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen an.
Natürlich soll das persönliche Beratungsgespräch, z.B. am jeweiligen Arbeitsort der für den Bund der Deutschen Landjugend tätigen hauptamtlichen Fachkraft nicht ausgeklammert sein und ebenfalls als Angebot bestehen.
Eine weitere Möglichkeit der Beratung und Begleitung der Landjugendlichen bieten die Gruppenabende . So könnte ein Gruppenabend als unterstützendes Angebot eines zuvor durchgeführten Seminars initiiert werden oder aber der "reinen" Beratungsarbeit dienen, bei Problemen der Öffentlichkeitsarbeit, Internetarbeit, etc..
Neben diesen eher allgemein und für alle zugänglich gehaltenen Angeboten, sollten TeamerInnen beratend und begleitend unterstützt werden. Das könnte zum einen mit dem Bereitstellen von Arbeitsmaterial passieren, aber auch mit der Durchführung von besonderen Workshops, bei denen die Reflexion der eigenen Arbeit innerhalb z.B. der Landjugendgruppe einen wichtigen Teil einnimmt und die Fähigkeit zur Reflexion erlernt und weiterentwickelt werden soll.
Dementsprechend könnte sich das Beratungs- und Begleitungsangebot weiterhin auch auf die Inhalte der Landjugendarbeit vor Ort beziehen, um z.B. MultiplikatorInnen für die Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen, sowie Jungen und jungen Männern, für eine "geschlechtsdemokratische Perspektive"5, nach dem Gender Mainstreaming sensibel machen zu können.
So sollen, genau wie unter Punkt 3 "Vermittlung" aufgeführt, beratende und begleitende Angebote für die einzelnen Zielgruppen geplant und durchgeführt werden. Auch hier sollten die Bedürfnisse und die jeweiligen Kenntnisse und Anforderungen der entsprechenden Zielgruppen berücksichtigt werden.
Beratung und Begleitung soll aber nicht nur als Angebot für die ehrenamtlich Tätigen bestehen, sondern auch auf die hauptamtlich Beschäftigten ausgedehnt werden. So wäre ein bundeszentraler als auch bundesweiter Austausch der hauptamtlichen Mit-arbeiterInnen über bestimmte Seminarinhalte, Erfahrungen, Ziele, Zielgruppen, Aus-wertungen, usw. möglich. Dieser könnte bspw. in Form von gemeinsam veranstalte-ten Maßnahmen, speziellen Fachtagungen, dem Bereitstellen und / oder Veröffentlichen von Arbeits- und Dokumentationsmaterial, usw. durchgeführt werden.

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Evaluation 
Gerade auch im Hinblick auf die Qualitätsentwicklung der hier konzeptionell geplanten Arbeit ist eine regelmäßig durchgeführte Evaluation wichtig und notwendig.
Hierdurch wird nicht nur ein Fundament geschaffen, die eigenen Praxis, d.h. Seminare, Workshops und Projekte hinsichtlicht ihrer Planung, Durchführung, Zielsetzung und der Erreichbarkeit der Ziele, sondern auch die Konzeption auf ihrer Anwendbarkeit und Aktualität bezogen auf Zielgruppenorientierung, Zielsetzung, Bedürfnisbe-rücksichtigung, usw. zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Diese Überprüfung könnte mit einem standardisierten Fragebogen geschehen, der auf alle Zielgruppen und deren Maßnahmen einen Anwendung finden soll. Eine regelmäßige Auswertung, z.B. durch abschließende Auswertungs- und/oder Reflexionsrunden bei den Maßnahmen, sollen ebenfalls Informationen zur Überprüfbarkeit und Weiterentwicklung beitragen.
Dazu wäre es möglich, je nach Maßnahme, Zustimmung der TeilnehmerInnen und Inhalt eine Videodokumentation anzufertigen. Wobei eine schriftliche Dokumentation der jeweiligen Maßnahme in Bezug auf Planung, Durchführung und Auswertung e-benfalls als "dazugehörende" Aufgabe betrachtet und durchgeführt werden sollte.
Zur Überprüfung und Weiterentwicklung des Konzeptes auf seine Praxistauglichkeit, ist eine Fachtagung mit allen bundesweit involvierten Kolleginnen und Kollegen anzustreben.

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